| Jahrhunderte später entdeckten die Wikinger diese ungeschützten Siedlungen und plünderten sie. Wertvolle Ornamente und Handschriften fielen ihnen zum Opfer. Um ihre Schätze zu bewahren, bauten die Mönche Rundtürme in denen sie alles vor den raubenden Wikingern in Sicherheit brachten. Obwohl viele dieser christlichen Zeitzeugen nur Ruinen sind, erlebt man sie als ein Gebet in Stein.
Einsiedler, Helden, Normannen, Eroberer und Pilger durchquerten im Mittelalter die Insel und hinterliessen ihre Spuren und Legenden. Der An Sibin Reiterhof hat einen dieser alten Wege neu entdeckt, auf dem Könige und ihre Armeen sich fortbewegten, z. B. dem historischen Sarsfield’s Retriet.
Man fühlt sich in die Vergangenheit zurückversetzt, wenn man an den Ruinen der Bauernhäuser vorbei reitet, die das schwierige Leben jener Zeit erzählen. Die „Penal Laws“ förderten die Unterdrückung des Katholizismus. Später hatte die verarmte ländliche Bevölkerung sehr unter der grossen Hungersnot zu leiden. Mehrer Millionen Iren verhungerten, starben an Epidemien oder wanderten auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen aus. Selbst wohlhabende Landbesitzer flohen und hinterliessen ihre heute gespenstisch aussehende Bauwerke, z. B. Leamaneh Castle.
Doch im 19. und 20. Jahrhundert drehte der Wind und ein nationalistisches, selbstbewusstes Irland lehnte sich gegen die britische Herrschaft auf. Revolution und Bürgerkrieg führten schliesslich 1949 zur Gründung der irischen Republik.
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